Bericht über den Bau einer Wasserversorgung für das Dorf Tholo Patili im Doloka District, Nepal, im Mai 2018

2015 verteilte Chumba u.a. in Dading Village / Dholakar 575 Dampfdrucktöpfe. Durch das Erdbeben waren auch hier die Quellen und Brunnen teilweise versiegt, sodass die Menschen weite Wege bis zur nächsten Wasserstelle haben - in Tholo Patili durchschnittlich 2,5 km. Und da Wasser allgemein knapp ist, mussten sie mit den Bewohnern anderer Orte darum kämpfen, an dieser entfernten Stelle überhaupt Wasser zu bekommen. Der Community Chief Mr. Ram Bdr. Sharestha hat das Wasserprojekt besucht, welches wir 2016 im Nachbardorf Gerimoditar verwirklicht hatten. Durch Mr. Purna Badur Tamang hat er daraufhin Chumba gebeten auch für sein Dorf eine Wasserversorgung zu bauen.

Die Dorfgemeinschaft Tholo Patili besteht aus sechs kleinen Weilern mit insgesamt 122 Häusern. Das entspricht einer Bevölkerung von ca. 600 Menschen. Wie immer bespricht und plant Chumba solche Projekte vor Ort direkt mit der Bevölkerung und leistet nur Hilfe zur Selbsthilfe. Chumba schickte vorab schon Apey Lama in das Dorf um den Materialbedarf etc. zu erarbeiten.

Insgesamt brauchten wir für dieses Projekt 4 x 10.000 Liter-Tanks, 2 x 5.000 Liter-Tanks und 1 x 3.000 Liter-Tank. Dazu 13.200 Meter Wasserrohre und 3 starke Wasserpumpen mit je 8 Turbinen.

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Sechs Dörfer (Weiler) wurden an dieses System angeschlossen, alle haben nun einen eigenen Dorfbrunnen!

Apey Lama kauft mit Chumba die Wasserpumpen und insgesamt 10.000 Meter Schläuche für die Wasserleitung. 
   
Verladung des Materials in Dolakha auf zwei Lastwagen. Nach zwölf Stunden Fahrt kommen sie spät abends in Tholo Patili an.
   
Die vier 10.000 Liter-Tanks hatte zuvor Apey Lama schon ins Dorf gebracht. Die Menschen kochen mit den Dampfdrucktöpfen, die wir dort 2015 nach dem Erdbeben verteilt hatten.
   
Die Menschen kochen mit den Dampfdrucktöpfen, die wir dort 2015 nach dem Erdbeben verteilt hatten. Die Bevölkerung ist sehr arm.
   
Jedes Dorf holt so viele Schläuche ab, wie es für seinen Wasseranschluss braucht.
   
Eine der beiden Mittelstationen, von wo aus das Wasser weitergepumpt wird. Jedes Dorf sorgt dafür, dass die Wasserleitungen eingegraben werden.
   
Apey Lama hilft und überprüft, wie die Schläuche miteinander verbunden sind.
   
Die vier 10.000 Liter-Tanks werden zu den beiden Mittelstationen gebracht sowie zwei ganz nach oben auf den Berg getragen.
   
Je ca. 20 Männer brauchten einen Tag um diese 10.000 Liter-Tanks die ca. 2,5 km Strecke zu tragen. Apey Lama bespricht sich mit dem Village Community Chief auf der Mittelstation, was alles zu tun ist.
   
Die Frauen verlegen die Leitungen in ihre Dörfer. Jungs und Frauen bringen die Steine…
   
… welche für das Fundament der Gipfelstation benötigt werden. Von dort aus können 20.000 Liter Wasser verteilt werden.
   
Apey Lama bespricht sich immer wieder an der Mittelstation mit den Verantwortlichen der Dörfer, wie man weiter vorgeht.
   
Jeder hilft mit. Die Hälfte der Bevölkerung bietet ihre Hilfe umsonst an, so glücklich sind sie endlich Wasser zu bekommen.
   
Die Wasserleitungen werden auf einfache, kostengünstige Art im Boden verankert.
   
Unten an der Quelle betet man zuerst zu dem Quellgott, dass man Wasser nehmen darf. Auf dem Foto sieht man sein Haus, welches über der Quelle gebaut ist.
   
Erfassung der Quelle mit einem einfachen Trichter sowie einem Filter aus Wurzeln
   
Von der Quelle fließt das Wasser direkt in einen 3.000 Liter-Tank. Von diesem muss das Wasser die 2.700 Meter-Strecke den Berg hochgepumpt werden.
   
Dazu wird auch ein Stromanschluss installiert und extra noch eine kleine Hütte für den Strom gebaut.
   
Ein Elektriker schließt die Stromstation für unsere Wasserpumpe ans öffentliche Netz an.
   
Oben auf dem Gipfel werden die Tanks nun aufgestellt.
   
Chumba lässt alle Brunnenstationen in den sechs Dörfern reparieren und schließt diese an das neue Wassersystem an. Hilfsorganisationen hatten in dieser Gegend zuvor schon mal Brunnen bauen lassen, jedoch keinen Wasseranschluss dazu!
   
Nun sind die Tanks voll. Die Frauen segnen das Wasser. Danach gibt es eine Feier mit Musik…
   
… und Tanz. Der Minister von Dolakhar- District kommt extra zu dieser Feier.
   
Der Minister ist das erste Mal in diesem Dorf. Er hat unser Wasserprojekt offiziell von der Regierung registrieren lassen. Damit übernimmt die Regierung für die Wartung etc. die Verantwortung.
   
Chumba wird mit einem Zertifikat von der Regierung gedankt!
 

Ergebnisse:

  • Sechs Dörfer (Weiler) der Gemeinde Tholo Patili haben nun eigene, funktionerende Brunnen.
  • Ca. 600 Menschen haben damit eine deutlich verbesserte Lebenssituation.
  • Die Regierung von Dolhakar hat die Verantwortung für die Wartung und Instandhaltung dieser Wasseranlage übernommen.
 

Im Anschluss besuchte Chumba noch den Brunnen, welchen wir 2016 in Gerimoditar gebaut hatten.

Weitere Ergebnisse:

  • Shyan Bahadur Majhi, der im Shambala Büro putzt, hat in diesem Jahr die Schulgebühr für Klasse 7 für seinen Sohn bekommen. Er konnte sich die Schulgebühr nicht leisten, da er krank war und sein Geld für Medikamente brauchte. (Shambala half Shyan Bahadur aus dem Elend, indem sie ihm einen Job gaben.)
  • Samdu Chhiring Lama ist ein sehr armer Junge aus Ripchet (dort haben wir 2013 eine Schule gebaut). Er ist extrem intelligent und fleißig, sodass wir ihm nun eine weiterführende Schule in Katmandu ermöglichen.
  • Pema Choden Lama haben wir die Studiengebühr für das 5.Semester bezahlt.
   
Geld (600,-€), welches Chumba im Laufe des Jahres bar von Freunden für Nepal bekommen hat, gab er wieder Santa Maya Tamang. Trotz ihrer schweren Krebserkrankung lebt sie immer noch. Mit dem Geld konnte sie eine kleine Hütte für sich und ihre Tochter erbauen sowie die Schulgebühr für ihre Tochter zahlen.

 

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