Bericht über den Bau einer Wasserversorgung September 2016


Die Wasserversorgung wurde für das Dorf Gerimoditar zwischen Tamang und den Sherpa gebaut. Wie immer führte Chumba auch dieses Projekt direkt mit den Dorfbewohnern durch. Chumba sorgte vor Ort dafür, dass die Gelder dorthin gingen, wohin sie gehörten und dass das Projekt schnell und gut zu Ende gebracht wurde.

Das Dorf Gerimoditar liegt schon im Gebiet der Sherpas. Die Bevölkerung lebt hauptsächlich vom Kartoffelanbau. Es ist an ein Straßennetz angeschlossen und hat teilweise Strom.
2015 verteilte Chumba in Dading Village / Dholakar 575 Dampfdrucktöpfe. Dabei bekam er mit, dass die höhergelegenen Dörfer entlang den Bergkämmen teilweise fast keine Wasserversorgung mehr hatten. Die Quellen waren dort durch das Erdbeben versiegt.
Normalerweise hatten die Dörfer 2 Monate im Jahr kaum Wasser im Dorf, sodass sie dieses von weit her tragen mussten. Seit dem Erdbeben gibt es dort nur noch während der Monsunzeit wirklich Wasser, die restlichen Monate des Jahres gibt es nur spärlich bis gar kein Wasser.


Mädchen beim täglichen Wasserholen

Die Dorfbewohner von Gerimoditar hatten schon jahrelang immer wieder bei der nepalesischen Regierung angefragt, ob diese ihnen hilft, die Wassersituation zu verbessern, sodass sie das ganze Jahr Wasser haben. Leider kam niemals Hilfe. Nach dem Erdbeben reisten einige Organisationen dorthin, welche alle irgendetwas versprachen, viele Bilder machten und dann nie mehr kamen. Als Chumba kam, waren deswegen so gut wie alle Dorfbewohner unten im Tal, um ihre Kartoffeln zu verkaufen, welches ihre Haupteinnahme im Jahr ist. Sie glaubten nicht daran, dass wirklich jemand kommt, um zu helfen.
Im Juni ´16 veranlasste Chumba von Deutschland aus, dass sein Team bestehend aus Apey Lama und Purna dem Dorf Material zur Verfügung stellte und sie oben schon den großen Wassertank für das Dorf vorbereiteten.


Zu Chumbas großer Freude war der Tank für ca. 10.000 l Wasser fertig gebaut, als er nach Gerimoditar kam.

Die Dorfgemeinschaft Gerimoditar umfasst ca. 70 Häuser, welche sich ein wenig unterhalb eines Bergkamms entlang strecken. Das Wasser muss von ca. 900 Höhenmetern weiter unten nach oben gepumpt werden. Dabei muss es über den höchsten Punkt des Kammes geführt werden, da das Tal mit den Quellen auf der anderen Seite liegt.

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Die Häuser von Gerimoditar liegen verteilt in den Feldern entlang des Berges.

Auch im September 2016 ist noch so gut wie keins der vom Erdbeben zerstörten Häuser abseits der bekannten Trekkingtäler neu aus Stein errichtet. Vielmehr sind sie weiterhin nur notdürftig zusammengebaut.


Haus der Gastfamilie, wo Chumba und sein Team für die Zeit des Baus der Wasserleitung untergebracht waren

In Banepa und Dholaka kaufte Chumba alles, was für den Bau der Wasserleitung gebraucht wurde. Das waren zwei große Wassertanks á 3.000 Liter, ca. 1.600 Meter Wasserschläuche, rund 60 Säcke Zement sowie eine starke Wasserpumpe für den Tank.


Auf dem Weg von Kathmandu nach Gerimoditar kaufen sie in Banepa die Wasserpumpe.


Chumba und sein Team, im Bild Purna und Apey Lama sowie ein Fahrer, vor dem Hotel in Dholakar, wo sie Zement, Schläuche und den Wassertank gekauft hatten. Dholakar ist ca. 4 Stunden Fahrt von Gerimoditar entfernt.


Zement, Schläuche und der erste Wassertank werden in den Laster eingeladen.

Die Fahrt hoch nach Gerimoditar

 
Der Lastwagen blieb im Schlamm stecken. Dann ca. 5 Kilometer vor Gerimdotar blieb der Lastwagen erneut stecken. So wurde die Ware hier umgeladen.

In Gerimoditar angekommen, hatte Chumba drei Baustellen parallel zu betreuen. Er und sein Team mussten täglich stundenlang auf und ab steigen, damit alles voran ging.

  1. Fassung der Quelle im Nachbartal

  2. Für die Wasserleitungen Gräben über den Bergkamm schaufeln sowie oben auf dem Bergkamm einen weiteren Wassertank einrichten

  3. Eine schöne Wasserstelle in Gerimoditar bauen

Fassung der Quelle für Gerimoditar

Auf der anderen Seite weiter unten im Tal ist eine Quellgegend, wo es das ganze Jahr viel Wasser gibt. Dort plante das Dorf einen Wassertank aufzustellen. Als Dank dafür verbesserten wir auch die lokale Wasserstelle der Menschen vor Ort. Unser Team sorgte dafür, dass nun dort für alle drei Dörfer sauberes Wasser in größerer Menge fließt.


Überall in diesem Tal sind kleine Quellen.


Die Arbeiten an der Quellfassung. Von hier verteilt sich nun Wasser in vier Dörfer.


Eine der vier Quellfassungen. Mit Holzschieber zum Wasser stoppen (links) und Filter (Mitte). Ein Deckel für die Fassung wird zementiert (rechts).


Etwas abseits der Quelle soll der neue Wassertank aufgestellt werden. Die Sherpas wollten diesen nicht direkt neben die Quelle setzen, damit ihr guter Spirit, sozusagen der Geist der Quelle, nicht durch den Tank gestört wird und die Quelle fröhlich weiterfließt.


Steine für das Fundament mussten von weither geholt und vor Ort zerkleinert werden.


Vorbereitung des Wassertanks. Es wurde unten ein Loch mit Wasserhahn eingesetzt, sodass man den Tank für die regelmäßige Reinigung leerlaufen lassen kann!


Der Wassertank musste den weiten Weg von der Straße bei Gerimoditar bis zur Quellfassung getragen werden.

 

… der Wassertank wird aufgestellt … die Wasserleitungen werden auf Maß geklebt

 

 

…die Zuflussrohre zum Tank werden gelegt … das Wasser läuft

 


Die Wasserpumpe wurde ebenfalls über den Berg getragen und eingebaut. Der Strom dafür wurde kurzerhand von dem nahegelegenen Überlandstrom angezapft, was zunächst einmal zu einem Kurzschluss im gesamten Tal führte!

Wasserleitung verlegen


Die Wasserrohre mussten wegen der Witterung unter der Erde verlegt werden. So machte sich ein Team daran dafür die Gräben zu schaufeln.


Gemeinsame Mittagspause. Das Hauptnahrungsmittel sind Kartoffeln.


Die Wasserleitung wurde über den Bergkamm verlegt, dann quer durchs Gebüsch abwärts.


Anschließend musste alles wieder eingegraben werden. Und überall sind in der Monsunzeit Blutegel.


Nun musste noch oben auf dem Bergkamm ein Wasserspeicher installiert werden, in den das Wasser von unten hoch gepumpt werden kann!

Bau der Wasserstelle in Gerimoditar

 

Beginn des Baus der Wasserstelle Blick von der Wasserstelle aus

 

 

Die Wasserleitungen wurden eingesetzt. Zum Schluss wurde alles noch traditionell schön gestaltet.

 

Erste Ergebnisse


Das Dorf Gerimoditar hat nun eine zentral gelegene Wasserstelle mit sauberem Wasser für ca. 70 Haushalte. Dort können die Frauen ihre Wäsche waschen sowie das Wasser für den Haushalt holen. Mädchen und Frauen müssen nun nicht mehr ca. 1 Stunde Fußweg täglich alleine für Wasser bewältigen.



Die neue Wasserstelle wurde vom lokalen Lama eingeweiht und Chumba wurde geehrt und gefeiert.

Das Projekt wurde durch VUIMERA gefördert.

Logo vuimera Klaenge

Das Projekt wurde durch den Hand in Hand-Fonds von Rapunzel Naturkost und Deutsche Umwelthilfe e.V. gefördert.

HIH FONDS

 

Kauf eines Herdes für die Küche des Sharminub Instituts in Kathmandu


Im Moment werden arme Kinder aus dem Umland aufgenommen, welche später nach Tagta in Indien weitergeführt werden. Das Sharminub Institut musste für diese Kinder eine eigene Küche einrichten, da sich die Küche für die Mönche in einem anderen Gebäudetrakt befindet.


Neuer Herd und kleine Mönche beim Essen



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