
Wie es zu diesem Projekt kam:
Seit 2019 versorgt Chumba Lama in der Provinz Tablejung jedes Jahr ein Dorf mit Wasser.
All diese Projekte wurde mit Herrn Vigay Sampa Limbu abgesprochen und durch ihn unterstützt. Als Forstbeauftragter für Waldschutz der Provinz Tablejung kommt er in viele Dörfer und kennt so deren Lage betreffend Wasserversorgung genau. Herr Limbu selbst ist in Thungthab geboren.
Als sich dort Chumbas Wirken herumsprach, kontaktierte der Bürgermeister Herrn Limbu und bat ihn Chumba zu kontaktieren, ob wir nicht auch Thungthab unterstützen können.
Die Lage vor Ort war ähnlich schwierig wie in den anderen Dörfern. Die lokalen Quellen sind im Sommer fast vier Monate ausgetrocknet. Frauen und Kinder hatten in dieser Zeit sehr weite Wege bis zur nächsten Wasserstelle auf sich zu nehmen.

Wie immer hat Chumba auch hier für seine Hilfe Bedingungen gestellt:
- Jedes Haus, welches Wasser will, muss von den Hauptleitungen selbst die Gräben zu seinem Haus für die Verlegung der Wasserrohre graben.
- Jeder Haushalt muss täglich eine Arbeitskraft für den Bau der drei Wassertanks sowie die Verlegung der Hauptleitungen stellen. Haushalte, wo nur alte oder kranke Menschen leben, sind von dieser Regel ausgeschlossen.
- Chumba stellt im Gegenzug Material und Know How durch Apey Lama & Purna zur Verfügung.

Die Menschen in Thungthab leben als einfache Bauern, welche sich selbst versorgen. Die nächste Straße ist ca. eine halbe Stunde Fußweg entfernt. Das ist ohne Gepäck gerechnet.
Projektablauf:
Apey & Purna besuchten Thungthab im November ´23, um gemeinsam mit den Menschen vor Ort einen Plan auszuarbeiten sowie den Materialbedarf vor Ort zu ermitteln.
Eine Quelle weit oberhalb des Dorfes sollte das Wasser liefern. Dazu brauchte es drei Betontanks. Ein kleiner Tank sollte oben bei der Quelle gebaut werden, um das Wasser zu fassen. Ein großer Tank mit ca 30.000 Liter sollte weiter unten gebaut werden, von wo aus die einzelnen Häuser dann mit Wasser versorgt werden könnten. Auf Grund des Geländes musste noch ein weiterer kleiner Tank gebaut werden, um weitere Häuser mit Wasser versorgen zu können.
Was wir für das Projekt brauchten:
- Drei betonierte Tanks: 2 x ca. 5.000 Liter-Tank, 1 x ca.30.000 Liter-Tank
- 83 Säcke Zement
- 10 Traktorenladungen Sand
- Tonnen an Steinen
- Viele fleißige Hände
Wir konnten auch diesmal jedes Haus bzw. jeden Weiler (mehre Häuser, die zusammen stehen, bekommen einen gemeinsamen Anschluss) mit einem eigenen Wasseranschluss versorgen!
Auch die lokale Schule bekam Wasser, sodass die Kinder sich die Hände waschen können. Dazu brauchten wir:
- ca. 30.000 Meter Wasserrohre
- 100 Wasserhähne
Da die Quelle für dieses Projekt oberhalb des Dorfes liegt, brauchten wir diesmal dafür keine Pumpen zu kaufen.
Fotodokumentation und Projektbericht:

Chumba mit Team in Tablejung bei Einkauf der benötigten Materialien



Soweit wie möglich wurde die Ware hoch nach Thungthab gefahren, bevor sie abgeladen und weiter hoch getragen wurde.



Das ganze Material – auch der Sand – musste ca. 1,5 Stunden bis zum Haupttank getragen werden und weitere 1,5 Stunden bis zum Wasserfall.

Der große Tank für die Wasserverteilung sollte hier gebaut werden. Leider waren die Wege zu steil, als dass Plastiktanks hätten hochgetragen werden können.



Das Fundament wurde gegossen.




In Thungthab wollten die Menschen ihr Wasserhaus ganz edel, also in einer schönen Farbe gestrichen.
Auch Kinder halfen mit!

Auf dem Weg zur Arbeit oben an der Quelle


Die Quelle wurde abgedeckt, damit diese während der Arbeiten kein Zementstaub beschmutzte.


Die Verlegung der Rohre zur Quelle führt durch super steiles, unwegsames Gelände.


Wassertankbaustelle oben an der Quelle


Eine der schwierigsten Aufgaben war, die dicken, harten Wasserschläuche anzurollen und zu verlegen.

Täglich wurde eine Liste geführt, wer alles zur Arbeit gekommen war. Wenn jemand nicht kam, musste er 500 NPR Strafe bezahlen.


Vom großen Wassertank aus laufen Leitungen in vier Richtungen.
Mit diesen Leitungen hier werden 3 Weiler versorgt.

Im Bild der zweite kleine Wassertank, welcher unter Aufsicht von Apey schon vor Chumbas Kommen gebaut wurde


Sorgfältig schloss Apey die Verteiler für die einzelnen Häuser in unserem Projekt an und überprüfte diese.


Bau der Wasserstelle für den Versammlungsplatz

Am Versammlungsplatz des Dorfes hat Chumba eine schöne Wasserstelle gebaut.
In Thungthab wurde ein Committe gebildet, welches dafür zuständig ist, die Wasserleitungen zu erhalten.


In jedem Haushalt gibt es jetzt fließendes Wasser.



Sobald die Häuser einen Wasseranschluss hatten, sah man überall die Frauen zuhause Wäsche waschen etc.



Zum Abschied wurde Chumba vom Bürgermeister von Thungthab geehrt und ein Fest wurde gefeiert.

Chumba und sein Team fuhren wieder zurück nach Tablejung…


…und flogen von dort aus nach Kathmandu. Die drei fleißigsten Männer hatte Chumba zum Dank auf den Flug eingeladen. Ihr größter Wunsch war gewesen, einmal im Leben zu fliegen und eine Stadt zu sehen.

Chumba lud Kadno (siehe Projektbericht ´23) nach Tablejung ein, um ihr weitere Medizin gegen Epilepsie zu kaufen und Kleidung für die ganze Familie.

Dem Kloster Sharminub in Katmandu kaufte Chumba einen großen Kühlschrank für den Speisesaal für Milch und anderes.

Zwei adoptierte Kinder, um welche sich die Zieheltern nicht richtig kümmern konnten, da sie doch noch eigene Zwillinge bekamen, konnte Chumba nach Sharminub bringen, sodass diese dort nun eine hervoragende Ausbildung und Unterkunft genießen.
DANKE an die großzügige Unterstützung vieler für diese Projekte!
Ergebnisse unserer Projekte 2024:
- In Thungthab bekamen 113 Häuser eine Wasserversorgung.
- Über 620 Menschen haben damit eine deutlich verbesserte Lebenssituation.
- Der Versammlungsplatz des Dorfes bekam einen traditionellen Brunnen.
- Die Schule von Thungthab bekam eine Wasserversorgung.
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